Weiter bewerben für den Clean Tech World Campus

Die Bewerbungsfrist nähert sich ihrem Ende, doch eine gute Woche ist noch Zeit für alle Studenten, die sich für saubere Mobilität interessieren, sich für den CLEAN TECH WORLD Campus zu bewerben. Wie erhofft haben sich auch schon einige Studierende interessiert gezeigt und auch die Studienfächer sind erfreulich gemischt: von KFZ-Mechatronik über Wirtschaftskommunikation bis Psychologie reicht die Liste der Disziplinen, deren Vertreter sich vom Angebot des Campus angesprochen gefühlt haben. Genau diese Durchmischung verspricht produktive Brainstorming-Sessions, in dem sich die Beteiligten dieser Think Tanks gegenseitig mit Wissen bereichern.
Als kleinen Anreiz können wir auch nur wiederholen, dass es sich für die Teilnehmer wirklich lohnt:
- Die Gelegenheit, mit der Design Thinking-Methode zu arbeiten, bietet sich einem nicht alle Tage. Bislang wird sie in der Form nur an der D.School des Hasso-Plattner-Instituts und an der Stanford University gelehrt. Mehr zu Design Thinking auch hier.
- Es bietet sich die Möglichkeit, wertvolle Kontakte zu knüpfen. Ermöglicht wird der Campus durch das renommierte Beratungsunternehmen Dornier Consulting. Anerkannte Experten aus Wirtschaft und Forschung werden dem Campus als Berater und Wissensvermittler beiwohnen – und das Ganze im kleinen und persönlichen Rahmen.
- Die Teilnahme am Campus ist kostenlos. Wir sorgen für Verpflegung.
- Zusätzlich zum Campus wird ein aufregendes Rahmenprogramm geboten: die Teilnehmer können Berlins größte Umwelttechnologieausstellung CLEAN TECH WORLD kostenlos am Fachbesuchertag besuchen.
- Und nicht nur das: Auf den Clean Mobility Parcours können alle Teilnehmer selbst eine große Anzahl von Elektro- und Brennstoffzellenfahrzeugen probefahren – vom Segway über das E-Bike bis zum Tesla Roadster.
- Darüber hinaus kann auch die Preisverleihungs-Gala des Clean Tech Media Awards, dem Oscar der Umwelttechnologien, kostenlos besucht werden.
- Die Teilnahme wird mit einem Zertifikat bescheinigt. Da freut sich der Lebenslauf.
Bis zum 27.08. kann man sich noch bewerben.
Bild: © D.School
Den Wandel erreichen
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Die Bundesregierung und die deutsche Industrie haben die Parole ausgegeben: Deutschland soll der Leitmarkt in Sachen Elektromobilität werden. Bis 2020 soll eine Million Elektrofahrzeuge die deutschen Straßen befahren. An der technischen Umsetzung der sauberen Mobilität wird emsig geforscht. Dennoch: dieses Ziel ist nicht zu erreichen, wenn nicht letztlich die Endabnehmer erreicht werden.
Eine Studie des Fraunhofer Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO mit Pricewaterhouse Coopers hat entsprechend auch mal beim Kunden von morgen nachgefragt. Das Ergebnis der Studie: eher ernüchternd. Der potenzielle Elektromobilfahrer begrüßt das Elektroauto zwar prinzipiell, aber nicht enthusiastisch: gerade die Angst vor hohen Kosten und die (noch) sehr lückenhafte Infrastruktur lassen die Verbraucher zweifeln. Die Angst, mit leerem Akku auf offener Strecke liegen zu bleiben, ist beim gegenwärtigen Stand der Technik auch nicht unrealistisch.
Und hier liegt die Crux bei grünen Innovationen, die an den Mann und die Frau gebracht werden müssen: Grün ist in, so lässt es sich immer wieder nachweisen – zumindest, wenn man nach Einstellungen fragt. Dass die Einstellung jedoch handlungsleitend wird – dafür müssen Widerstände überwunden werden: die eigene Bequemlichkeit, die Trägheit, sowie Ängste und Befürchtungen.
Die besagte Studie identifiziert die größten Hindernisse auf dem Weg zum Mobilitätswandel und leitet daraus Thesen ab, was Technik, Politik und Unternehmen zu leisten haben, damit der Endverbraucher und letztlich die Verkehrswende erreicht werden. Entsprechend gilt für alle Campus-Interessierte eine warme Leseempfehlung.
Mit bestem Dank an Sebastian Backhaus für den Hinweis!
Bild: © Andreas Morlok / PIXELIO
Nachhaltige Mobilität – was heißt das eigentlich?

Im Cleantech-Sektor ist es das Modewort Nummer 1: “ökologisch”, “biologisch”, “umweltschonend”, “umweltfreundlich”, “grün”, “ressourcenschonend” – alles out. “Nachhaltig” soll es bitte sein. Und wie es nun mal so ist mit Buzzwords: je öfter sie verwendet werden, desto weniger werden sie reflektiert und hinterfragt. Sehen wir uns also erst einmal den Begriff selbst an.
In einem ausgezeichneten Text über die wahre Bedeutung des Begriffs Nachhaltigkeit schreibt Ulf Bossel (European Fuel Cell Forum):
Mit der Veröffentlichung „SYLVICULTURA OECONOMICA oder Hausswirthliche Nachricht und Naturmässige Anweisung zur Wilden Baum-Zucht“ hat der sächsischen „Cammer Rath und Ober-Berg-Hauptmann“ Hannss Carl von Carlowitz bereits 1713 den Begriff der Nachhaltigkeit geprägt. Seine Anweisungen, den Holzbestand im Wald zu erhalten und nur den Zuwachs zu ernten, würde man heute als Holz-Erhaltungssatz bezeichnen. Gefordert wird, von den zu Zinsen leben, nicht vom Kapital, damit der Nachwelt die Existenzgrundlage erhalten bleibt. Nachhaltigkeit ist also physikalisch exakt definiert. Es gibt keine Veränderungen über lange Zeiträume mehr. Nachhaltigkeit beschreibt ein permanentes Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage, zwischen Rohstoffen und Mensch. Nicht zuletzt wird „Nachhaltigkeit“ im Englischen auch als „permanence“ bezeichnet. Nachhaltigkeit ist also kein Prozess, sondern ein Endzustand im Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur. Es gibt keine halbe Nachhaltigkeit oder die Steigerung „nachhaltig, nachhaltiger, am nachhaltigsten“. Auch ist der Zustand der Nachhaltigkeit nur dann erreicht, wenn alle Teilprozesse nachhaltig sind.
Alle Formulierungen, die “nachhaltig” auf “Entwicklung” anwenden, sind also auf dem Holzweg. Ebenso ist der Begriff “nachhaltiges Wachstum” ein Widerspruch in sich. Der Begriff der Nachhaltigkeit ist dabei deutlich älter als die nun gültige englische Übersetzung “sustainability”, als deren Ursprung der sogenannte Brundtland-Report von 1987 angesehen wird. Der machte seinerzeit den Begriff “sustainable development” bekannt und definierte ihn folgendermaßen:
Sustainable development meets the needs of the present without compromising the ability of future generations to meet their own needs.
Hier wurde also ein anderer Fokus gesetzt, indem die Bedürfnisbefriedigung in der Gegenwart mit hinein gezogen wurde. Verzicht spielt in dieser Definition erst einmal keine Rolle. In der Praxis sind wir freilich immer noch weit von diesem Ideal entfernt: zur Befriedigung der globalen Konsumnachfrage werden noch immer mehr Ressourcen verbraucht als der Planet aufbringen kann.
Doch ob man nun Nachhaltigkeit oder sustainability zugrunde legt: was bedeutet es, wenn man von “nachhaltiger Mobilität” spricht?
Erst einmal kommen hier die Antriebsarten ins Spiel:
Fossile Brennstoffe können nicht nachhaltig sein. Ihre Entstehung aus biologischem Material hat Jahrmillionen gedauert. Ihre Erschließung ist mit immer höherem Aufwand, höheren Kosten und – wie man derzeit leider sieht- Risiken verbunden. Strenggenomen scheidet auch das sauber verbrennende Erdgas als nachhaltiger Brennstoff aus, weil auch der nicht regenerativ ist.
Regenerative Energien sind also ein Schlüsselelement zu nachhaltiger Mobilität. In seinem Positionspapier spricht das Bundesamt für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit von weiteren Herausforderungen: Schadstoffbegrenzung, Klimaschutz, Lärm, Natur- und Landschaftsschutz und urbane Lebensqualität gilt es zu berücksichtigen. Themen, deren Bedürfnisse teilweise einander widersprechen (zB Lebensqualität vs. Landschaftsschutz).
Zweitens, legt man die oben angeführte Bedeutung von Nachhaltigkeit zugrunde, ist es unverzichtbar, das Dogma des ewigen Wachstums zu überwinden: von den naturgegebenen “Grenzen des Wachstums” (Club Of Rome) wird viel gesprochen, handlungsleitend sind sie in den seltensten Fällen. Noch immer hängen die westlichen Ökonomien am Wirtschaftswachstum wie Junkies an der Nadel und nehmen dafür in Kauf, dass der Preis dafür an anderer Stelle entrichtet werden muss. Eine Mobilität ohne Wachstum – das wird langfristig zum Kriterium der nachhaltigen Mobilität werden. Keine neuen Straßen, Bahnstrecken, Flugverbindungen, sondern kluge Nutzung des Vorhandenen. Weniger Verkehr. Sinkende PKW-Zulassungen als gute Nachricht.
Nicht zuletzt ist es unwahrscheinlich, dass eine nachhaltige Mobilität ohne ein Umdenken jedes Einzelnen zu erreichen sein wird. Nachhaltigkeit muss nicht nur gefordert, sondern auch wirklich gewollt werden. Claudia Langer, Begründerin von Utopia.de kann im Interview ein Lied davon singen:
Das ist ein mühsames Geschäft, denn nicht mal die Grünen-Wähler wollen verzichten. Deswegen fangen wir klein an – in der Hoffnung, dass man die Verbraucher damit anfixt, um irgendwann die Dosis zu erhöhen und sagen zu können: Du, wir müssen dir mal ein Geheimnis verraten. So ganz ohne Verzicht geht’s doch nicht.
Darin sieht auch Ulrich Grober, Autor des Buches “Die Entdeckung der Nachhaltigkeit – Kulturgeschichte eines Begriffs“, die Herausforderung. Sein Fazit:
Auf Ausplünderung verzichten, Kontaminierung verhindern, Klima schützen, die Integrität von Land und Leuten sichern. Wer diesen Königsweg zur Nachhaltigkeit einschlägt, verdient jede Unterstützung. Denn da wird exemplarisch die große Herausforderung der Zukunft tatsächlich angenommen: Etwas nicht zu tun, obwohl man es könnte.
Foto: © Shutterstock
Nebeneffekte der Elektromobilität (1)

eDay 2010 in Berlin Tempelhof: Beim Testlauf des CLEAN TECH WORLD Clean Mobility Parcours drehen Tesla Roadsters, Minis, GoKarts und eBikes rasante Runden – und dennoch: nirgendwo ist Motorengeheule zu hören. “Was nach Geknatter und Gestank aussieht, verläuft fast geräuschlos” notiert der Tagesspiegel. Anders als Verbrennungsmotoren kann man Elektroautos auch in voller Fahrt kaum hören.
Für eine elektromobile Zukunft bedeutet dies: Die Stadt wird stiller. Das ist im Großen und Ganzen eine positive Aussicht. Schließlich sind die schädigenden Effekte von konstantem Lärm auf das Nervensystem schon lange nachgewiesen. Dennoch: was der einen Freud, ist der anderen Leid. So bergen die lautlosen Kraftmaschinen ein Sicherheitsrisiko für unachtsame Fußgänger. Oder besonders für jene, die auf akustische Signale angewiesen sind. So protestierte die amerikanische Blindenvereinigung National Federation of the Blind (NFB) schon gegen die stilleren Hybridautos, indem sie einen Protestsong aufnahmen, um auf die stille Gefahr im Straßenverkehr hinzuweisen.
Bei der Produktentwicklung von Elektro- und Brennstoffzellen werden also Sounddesigner, die schon heute kein Türklappen mehr dem Zufall überlassen, ganz neue Möglichkeiten und Tätigkeitsfelder erschließen. Wie schon etwa bei Digitalkameras, die meist das gewohnte Klickgeräusch durch ein gesampletes Äquivalent ersetzen, werden Elektroauto wohl irgendwie klingen. Aber müssen sie das wirklich?
Bei Tesla Motors hält man das für unnötig: stille Hybridautos hätten in der Praxis keine statistisch nachweisbaren erhöhten Unfallzahlen.
Vermutlich bleibt das dem Fahrer selbst überlassen, sodass hier jeder seinen eigenen Weg gehen kann. Denkbar wäre etwa ein programmierbares Modul, das nach dem Vorbild von Navigationsgeräten seine Sounds aus dem Internet holen kann. Mit der Gefahr, dass hier zuviel Kreativität ins Spiel kommt. Wie würde eine Stadt klingen, die von TIE Fightern oder künstlich hochgejazzten V8-Motoren befahren wird? Fahrende Vuvuzelas? Digitale Auspuffpfeifen? The whistles go wooooooooo….
Stromtankstellen

Stromtankstelle. Foto: Telekom Austria
Wenn eine Technologie durch eine neue ersetzt wird, ist es nicht zu vermeiden, dass eine Menge obsolet gewordener Dinge übrig bleiben, an die dann nur Berufsnostalgiker in ihren “weißt-du-noch”-Büchern und -Shows erinnern. Man denke an Kassetten, VHS-Videos, Röhrenmonitore, Floppy Discs, Kleinbildkameras etc. Diese Dinge und Systeme werden dann nach und nach entsorgt und sorgen für ein hohes Müllaufkommen. Oder aber man erdenkt ein cleveres Konzept für die Umnutzung. Vorbildlich ist da die Idee, die die Telekom Austria gerade in Wien testet. Zu den Techniken der Vergangenheit gehört ja bekanntlich auch die Telefonzelle, die im Zeitalter des Mobiltelefons kaum mehr gebraucht wird. Deswegen hat die TA die erste ihrer 13500 Telefonzellen zu einer Ladestation für Elektroautos und -roller umgewidmet. In der Pilotphase kommt der Strom (erzeugt durch erneuerbare Energien) noch kostenlos aus der Zelle, später sollen die Nutzer ihren Stromverbrauch ganz einfach über Handy oder einen persönlichen Chip im Ladestecker abgerechnet bekommen.
Generell wird sich mit der unweigerlich steigenden Zahl von Elektroautos einiges im Stadtbild ändern. Bestehende Zapfsäulen durch Stromtankstellen zu ersetzen wird da nicht ausreichen. Schließlich müssen Batterien erheblich länger betankt werden und auch öfter. In Berlin erproben RWE und Daimler in einem gemeinsamen Feldversuch die Kombination von E-Autos und öffentlichen Ladestationen. Das Konzept RWE-Mobility sieht vor, dass man beim Parken mal eben bequem aufladen kann, die Erfassung der getankten Strommenge erfolgt über Identifizierung per Ladekabel vollautomatisch und wird so bequem abgerechnet wie etwa die Handyrechnung.
Allerdings ist klar: je mehr Elektroautos rollen, desto mehr muss auch die entsprechende Ladeinfrastruktur bereit gestellt werden. Wenn schon die Kämpfe um Parkplätze in großen Städten mitunter erbittert sind, dann möchte man keine Straßenkämpfe zwischen Elektromobilisten um die Ladekabel erleben.
Zukunftsmobilität – wie viel Individualverkehr können wir uns noch leisten?

Wenn es darum geht, die massiven und immer noch steigenden Emissionen durch den Individualverkehr zu reduzieren, gelten Elektroautos als großer Hoffnungsträger. Jedoch – reicht das, um eine nachhaltige Mobilität einzuläuten? Ein globales Szenario müsste die steigenden Ansprüche der Schwellenländer mit berücksichtigen. Und da kann man sich rasch ausrechnen: wenn in China, Südamerika, Russland und Indien die gleiche Autos-pro-Einwohner-Quote wie in Deutschland oder den USA angestrebt würde, sind die Grenzen der verfügbaren Ressourcen auf dem Planeten bald erreicht.
Die Automobilindustrie geht gerade durch harte Zeiten, was bestimmt nicht nur mit der Wirtschaftskrise zu tun hat, sondern vielleicht auch einfach den Punkt der Sättigung markiert. Zwar sind die Absatzzahlen in neuen Märkten wie China steigend, im Interesse der globalen Entwicklung muss hier aber gleich eine Infrastruktur der Nachhaltigkeit aufgebaut werden. Und da ist es kurzsichtig, nur auf alternative Antriebe zu setzen. Solange der Strom, der in die Batterien fließt, nicht aus regenerativen Energiequellen stammt, ist hier nichts gewonnen. Das sind Erkenntnisse, die natürlich auch bei der Automobilindustrie angekommen sind. Daimler-Vorstandschef Dr. Dieter Zetsche zeigte sich optimistisch: “Die beste Zeit des Autos kommt noch. Nicht trotz, sondern wegen des Umbruchs”. Ob es aber so kommen wird, dass die Zukunft des Autos automatisch auch die Zukunft der Mobilität ist?
Michael Cramer, Mitglied des Europäischen Parlaments und verkehrspolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion, hat in einem sehr lesenswerten Essay in der Zeitschrift Forum Nachhaltig Wirtschaften dazu ein paar Überlegungen angestellt:
Vor welcher Herausforderung stehen wir also? Es geht darum, zwei Ziele miteinander zu vereinbaren: unser Bedürfnis nach Mobilität mit dem Prinzip der Nachhaltigkeit. (…) Mobilität muss heute viel stärker durch die Verzahnung verschiedener Verkehrsträger gewährleistet werden. (…)
Eine solche Mobilitätskette sollten auch die Autokonzerne anstreben. Dass sich unser Mobilitätsmix verändert, ist schon heute zu sehen: London und Stockholm haben per Citymaut das Auto de facto zum unerwünschten Objekt in ihren Innenstädten erklärt. Der Fahrradanteil steigt allerorten – in Berlin zum Beispiel hat er sich in den letzten zehn Jahren von sechs auf 14 Prozent mehr als verdoppelt, in Kopenhagen stieg er in 20 Jahren auf das Vierfache. In deutschen Städten sind 90 Prozent aller Autofahrten kürzer als sechs Kilometer. Das sind Entfernungen, die bestens geeignet sind, um auf Bus, Bahn, Rad und Zufußgehen umzusteigen.
Auch solche Fragen werden beim CAMPUS bestimmt auftauchen: ist unser Standard, dass jeder ein Auto hat und damit alleine zur Arbeit fährt, überhaupt noch zeitgemäß? Welche Rolle werden öffentliche Verkehrsmittel, Carsharing, Fahrgemeinschaften, Dienstleister spielen? All diese Fragen kann man sich schon mal durch den Kopf gehen lassen, zum Beispiel, wenn man mal wieder im Feierabendstau steht ….
Der Automobilindustrie die Meinung sagen

Die automobile Zukunft mitgestalten – das ist die Aufgabe des CAMPUS. Wer sich für das Feld Zukunftsmobilität interessiert, sollte die Umfrage, die Deutschlands größte grüne Community Utopia.de gerade gestartet hat, im Auge behalten. Im Branchenbarometer Automobilindustrie möchten die Seitenbetreiber ein Stimmungsbild erfassen, wie die umweltbewusste Zielgruppe über Zukunftstechnologien denkt. Natürlich ist -gerade bei dieser Zielgruppe- nicht zu erwarten, dass benzingetriebenen Motoren eine blühende Zukunft bescheinigt wird, dennoch wird es auch für die Unternehmen spannend, wem beim Rennen um die Innovationen wie viel Kompetenz zugebilligt wird. Und was wird wichtiger sein? Biofuels, Wasserstoff, Elektroautos? Mitmachen können registrierte Mitglieder.
Was ist Design Thinking?

Brainstorming-Techniken kommen in den meisten Studiengängen und Arbeitsteams irgendwo zum Einsatz. So weit, so gut, aber der Design Thinking-Ansatz, mit dem die Teilnehmer des CAMPUS arbeiten werden, bedeutet viel mehr als nur Ideen sammeln und dann zu sortieren. Ebensowenig sollen die Teilnehmer an Tischen sitzen und trockene Materie diskutieren. Viel mehr wird eine kreative Spielwiese eröffnet, auf die begeisterungsfähige Kreativköpfe geschickt werden, um sich dann eine Ideenschlacht mit Post-Its und Bastelmaterialien zu liefern. Auf dem Blog der D.School des HPI Potsdam findet ein sich ein sehr lesenswertes Interview mit einem der dortigen Studenten, ursprünglich geführt und veröffentlicht auf bettertastethansorry. Die Schilderungen von D-Schüler Felix Speiser geben einen höchst interessanten Einblick in die Abläufe des Design Thinking-Prozesses. Ein Beispiel:
Working in multidisciplinary teams with four to five students is one of three major pillars of the Design Thinking approach. It is very unlikely that five engineers will come up with a great business model while five businessmen probably won’t perceive and prototype an amazing gadget. But when put together with anthropologists or designers they get a close to 360 degree view on a problem which will translate into a more desirable solution. Also, there are almost no lectures. Every once in a while someone from the teaching team will give a presentation about a topic like brainstorming or project management. That’s it for lectures. Everything else we learn at HPI D-School, we learn by doing. (…) Playing is important to be creative and keep an open mind, which is vital to being innovative. Whenever you feel stuck and don’t get anywhere, it is probably time to stop and do something different, like playing around with Legos or try out tiny RC-Helicopters.
Die Bewerbungsphase beginnt

24 Studenten können ganz vorne mit dabei sein, wenn die Zukunft geschmiedet wird. Der erste CLEAN TECH WORLD CAMPUS wird am 15. September seine Pforten öffnen. Alle Beteiligten werden dabei Neuland betreten, und genau das macht den Reiz dieses Projekts aus. Schließlich gehört es beim CAMPUS dazu, nicht zu wissen, wohin genau es geht. Sicher ist nur: Es wird einiges passieren und jeder, wirklich jeder Teilnehmer wird mit einem beträchtlichen Wissenszuwachs, neuen Freunden und erschöpft, aber glücklich das Feld verlassen.
Worum es gehen wird? Im weitesten Sinne darum, was uns in Zukunft bewegt: Dass wir nicht ewig mit Benzin fahren können, ist eine Erkenntnis, die nicht neu ist und dämmert vielen etwas spät, dafür aber umso mehr. Auf der CLEAN TECH WORLD werden viele Ideen zu bewundern sein, wie wir vom Spritfresser wegkommen: Elektro- und Brennstoffzellenfahrzeuge stehen als neue Technologien in den Startlöchern. Dennoch sind hier längst nicht alle Fragen geklärt: die entsprechende Infrastruktur muss entwickelt werden, die Produktion und der Betrieb der neuen Fahrzeuge dürfen auch keine Umweltleichen im Keller ansammeln… und da gibt es viel zu bedenken, zu planen und entwickeln. Hierzu braucht es findige Köpfe, mutige Vor- und Querdenker und gute Ideen. Genau diese sollen beim Campus gemeinschaftlich gefunden werden.
Also, Mutige voran. Wenn du dabei sein willst, dann musst du uns nur begründen, warum gerade du an der Mobilität von morgen mitarbeiten willst. Dabei ist es egal, was du studierst oder wie alt du bist. Aber ein gewisses Interesse und eine Nähe zum Thema musst du schon beweisen. Dafür steht unser Anmeldeformular bereit, mit dem du dich für den Campus bewerben kannst. Am besten schon heute, denn die Zeit läuft bereits…









